Vortrag Dr. Gerhard Köpke Oktober 2019

Unser Ehrenmitglied Dr. Gerhard Köpke informierte uns im Oktober über das
2. Erwachsenenschutzgesetz 2017, das mit 1. Jänner 2018 in Kraft getreten ist.

Neu ist, dass es keine „Entmündigung“ mehr gibt. Die vertretene Person kann weiterhin gültige Rechtshandlungen tätigen. Im Zweifelsfall muss die vertretene Person nachweisen, dass sie zum entsprechenden Zeitpunkt nicht handlungsfähig war.

Neu ist auch, dass es keine umfassende Vertretung mehr gibt. Bei Vertragsabschluss (Vollmachterteilung) muss genau festgelegt werden, in welchen Angelegenheiten sich eine Person von dem Erwachsenenvertreter (Bevollmächtigten) vertreten lassen möchte.

Es gibt 4 Säulen der Erwachsenenvertretung.

Die Vorsorgevollmacht gilt unbefristet und es ist auch die Nennung eines Ersatzbevollmächtigten möglich.

Bei der gewählten, gesetzlichen und gerichtlichen Erwachsenenvertretung ist keine Ersatzbevollmächtigung möglich.

Gewählte Erwachsenenvertretung – gilt unbefristet.

Gesetzliche Erwachsenenvertretung durch einen Angehörigen – gilt für 3 Jahre, kann erneuert werden.

Gerichtliche Erwachsenenvertretung – in der Regel nur für ein aktuelles Problem.